LAIMBACH IM TAUNUS

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Volkshalle mit Feuerwehrhaus

von Kurt Heil und Ernst Schäfer

Die Laimbacher Volkshalle wurde als eines der ersten Dorfgemeinschaftshäuser in Hessen von 1952 bis 1955 gebaut. Das Grundstück an der Hauptstraße in Richtung Weilstraße wurde 1951 als Baugrundstück von Rudolf Mück für 1.500 DM gekauft. Für Zeichnung und Bauleitung war Alwin Weber, Altenkirchen verantwortlich. Die Erd-, Beton- und Rohbauarbeiten führte die Firma Faber u. Schnepp, Gießen aus. Die Zimmerarbeiten wurden von der Firma Cromm, Kubach erledigt. Im Sommer 1953 konnte Richtfest gefeiert werden. Noch im gleichen Jahr wurde die Glocke aus dem Turm der alten Schule in den Glockenturm der Volkshalle umgehängt. Die weiteren Arbeiten wurden von den folgenden Firmen ausgeführt:

Dachdeckerarbeiten Firma Rudolf Weil, Weilmünster, Putzarbeiten Firma Kessler, Weinbach, Schreinerarbeiten Firma Möller, Laubuseschbach, die Elektro-Warmluftheizung baute die Firma Zackmann, Wetzlar ein. Insgesamt wurden in den vier Jahren der Bauzeit folgende Ausgaben für den Bau der Volkshalle getätigt:

 

Ausgaben 1952

31.615,88 DM

Ausgaben 1953

18.294,29 DM

Ausgaben 1954

31.284,10 DM

Ausgaben 1955

41.748,33 DM

Gesamt :

122.942,60 DM

 

Zur Finanzierung mußte die Gemeinde Laimbach ein Baudarlehen von 30.000 DM aufnehmen. Desweiteren erhielt sie einen Zuschuß von DM 3.500 DM von der Nassauischen Brandversicherung, die restliche Summe von 89.500 DM wurden von der Gemeinde Laimbach selbst finanziert.

Im Sommer 1955 (am Samstag, den 23. Juli 1955 um 15 Uhr) konnte die Halle mit Feuerwehrgerätehaus ihrer Bestimmung übergeben werden.

Es fand eine Angriffsübung der Ortswehr, eine festliche Feierstunde, sowie ein Festzug unter Beteiligung sämtlicher Ortsvereine statt. Es spielte die Kapelle Jost aus Löhnberg, Kosten 405 DM.

 

Weilburger Tageblatt vom 10. Juli 1955

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Erst 1964 konnte die Gemeinde die Halle verputzen lassen. In den folgenden Jahren wurde die Halle immer wieder renoviert und erweitert. Zunächst wurde im Jahre 1971 die Elektroheizung durch eine Ölheizungsanlage ersetzt (Kosten 40.000 DM). 1980 wurde mit der Erweiterung der Halle begonnen, der "Anbau" wurde errichtet. Dazu leisteten die Laimbacher insgesamt 430 Stunden Eigenleistung. Insgesamt kostete diese Maßnahme 125.000 DM. Jahre später wurde ein neuer Heizkessel eingebaut, die Fenster und Ein-gangstür erneuert (48.000 DM). Ab dem Jahre 1996 wurden die Kellerräume ausgebaut (25.000 DM), anschließend die Innenräume komplett renoviert, eine neue Beleuchtungsanlage installiert, sowie das alte Feuerwehrgerätehaus umgebaut und der Halle als zusätzlicher Raum angegliedert (60.000 DM). Auch hierfür wurden wieder Eigenleistungen (über 1000 Stunden) von den Laimbacher Bürgern erbracht.

Die Volkshalle wird heute von den Laimbacher Ortsvereinen als Spielort der Tischtennisabteilung des FC Laimbach und zu verschieden Veranstaltungen, wie Fremdensitzungen des Laimbcher Narrenclubs, aber auch für privat Feiern genutzt.

 

Volkshalle  (DGH - Laimbach ) 1999

Friedhof und Friedhofshalle