LAIMBACH IM TAUNUS

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Aufbau der Stromversorgung

 

Als das "Elektrische Zeitalter" in Laimbach begann.

Die ersten Kontakte zwischen den Gemeinden des Oberlahnkreises und der Elektrizität vertreibenden Firma Buderus waren im Dezember 1913. Im Jahre 1914 waren die Pläne von einer 20 KV-Leitung von Wetzlar nach Essershausen fertig. Durch den Krieg verzögerten sich die Baumaßnahmen. Deswegen wurden die Pläne erst am 25. Mai 1918 den Gemeinden vorgestellt und übergeben. Diese Pläne wurden in der Laimbacher Gemeindevertretung beraten, denn es mußten 32 Maste, 3 in Stahl und 29 aus Holz, aufgestellt werden. 17 der Maste mußten auf privaten Acker- oder Wiesengrundstücken aufgestellt werden. Es wurde für jedes Grundstück eine Entschädigungspauschale wegen des entstandenen Flurschadens ausgehandelt. Am 20. November 1919 erteilte der Laimbacher Bürgermeister Kolb den Auftrag an die Fa. Buderus Abt. Überlandzentrale, die Anschlußleitung zur 20 KV-Leitung und eine Trafostation zu bauen. Die Erstellung der Hochspannungsleitung mit der Anschlußleitung nach Laimbach und der TrafoStation dauerte bis Ende August 1920.

Obwohl die Schlüsselübergabe von der Schaltzentrale schon am 30. Juni 1920 stattfand, dauerte der Innenausbau und Trafoeinbau mit entsprechender Verkabelung des einzigen Zähler bis zum 4. September 1920. An diesem Tag wurde der Zähler mit der Nr. 3905565 (3x20 Ampère) eingebaut. Laimbach war nun offiziell an das Stromnetz angeschlossen und das elektrische Licht erleuchtete. Der erste Trafo hatte eine Leistung von 5 KVA und transformierte die Spannung von 21.000 Volt auf 380/220 Volt. Der Stromlieferungsvertrag wurde am 10. November 1920 zwischen der Gemeinde Laimbach und der Fa. Buderus geschlossen.

Am 23.November 1920 wurden von Bürgermeister Kolb 6 Motore der Fa. Buderus angemeldet, die über Transmissionen verschiedene landwirtschaftliche Geräte antrieben. In der Anfangszeit wurde die Elektrizität fast nur für Motorantriebe verwendet.

 

  

Trafostation Laimbach im Pfingstbornweg

 

In den ersten 5 Jahren wurde das Stromnetz schnell ausgebaut, so daß der Bürgermeister 1924 der Fa. Buderus schon 15 Benutzeranlagen mit einer Gesamtleistung von 56,5 PS melden mußte. Die Hausanschlüsse und die Zähler wurden von den Stromabnehmern privat erstellt und ab dem 16. März 1925 von der Gemeinde mit einem entsprechendem Ausgleich übernommen. Ab dem 1. Mai 1927 wurde ein neuer Stromlieferungsvertrag geschlossen. Die Kilowattstunde kostete jetzt 0,40 Mark und die Zählermiete betrug 0,25 Mark im Monat. Die Zähler wurden monatlich von Albert Lenz abgelesen. Im Oktober 1928 wurden im Ortskern die ersten 3 Straßenlampen in Betrieb genommen. Die Fa. Buderus übernahm am 1. September 1930 das gesamte Ortsnetz von der Gemeinde Laimbach. Am 1. April 1952 übergab Buderus das Ortsnetz an die Preussen-Elektra und diese wiederum am 1. Januar 1957 an den heutigen Betreiber und Lieferanten die E.A.M. (Elektrizitäts - Aktiengesellschaft - Mitteldeutschland).

 Die Stromzähler wurden von folgenden Personen abgelesen:

bis 1949 Albert Lenz

1949 Irma Lenz

1949 - 1952 Richard Ahäuser

1952 - 1961 Heinrich Ott

1961 - 2000 Irmgard Schubert geb. Ott

 

Albert Lenz und Richard Ahäuser waren im Auftrag der Gemeinde bestellt, Heinrich Ott las das Licht bereits für die Preußen Elektra und später für die E.A.M. ab.Heute wird der Strom von EON Mitte geliefert.

 

Neuer Weg