LAIMBACH IM TAUNUS

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Schulgebäude in Laimbach

 

Seit ungefähr 1750 hat Laimbach eine eigene Schule. Das erste Schulhaus ( Grauensteinstraße 30 ), Stall und Garten, "zieht unten auf den Weg, oben auf Phillips Garten und Schultheis Nickels Garten, hinter dem Hirtenhaus. Einerseits Heinrich Demmers Hofreite, andererseits Phillip Konrad Mehls Hofreite und Kasimir Jakob Kolbs Garten hinter dem Hirtenhaus".

Da die Räume nicht ganz geeignet waren, der Raum bestand aus einem unebenen Lehmboden, kein Stuhl und Tisch konnte richtig stehen, hatte der damalige Lehrer Johannes Dorn am 17. Juli 1778 eine Eingabe an die Hofkammer in Weilburg gerichtet, inder er den Mißstand beklagte. Die Gemeinde wurde aufgefordert, den Übelstand zu beseitigen und darüber Vollzugsmeldung zu machen, was dann auch am 10. Dezember 1778 geschehen ist.

Im Jahr 1829 verkaufte die Gemeinde das alte, erste Schulhaus durch Versteigerung für 386 Gulden und kaufte das 1827 erbaute Wohnhaus des Johann Adam Nickel für 2500 Gulden als neues Schulhaus.

1841 wurde ein Glockenturm auf das Schulhaus gebaut, indem fortan die gemeindeeigene Glocke hing. Die Gemeinde Laimbach hatte die Glocke in Auel, einem Dorf bei Diez an der Lahn, aus einer Konkursmasse gekauft und auf einem Leiterwagen nach Laimbach gebracht.

Die Inschrift auf der Glocke lautet:

Durch Das Feuer Floss Ich.

Den Lebendigen Ruf Ich

Die Dotten Peweine Ich.

Johannes Papst Goss Mich.

Da Herr I. C. Heppe Prediger War.

Î 757 Jahr Obernho.

Ein Glock Zu Auel Im Kirch Thurm Zer-sprungen Gar So Alt 300 Jahr.

Da Johann Jost Herworn Heimpurger War.

Im Î 757 I - :

Solange der Schulunterricht noch im Dorf gehalten wurde, läutete die Glocke dreimal täglich. Morgens eine viertel Stunde vor Schulbeginn, mittags um 11 Uhr und abends um 19 Uhr (im Winter um 17 Uhr). Seit 1953 läutet sie vom Glockenturm des Dorfgemeinschaftshauses (Volkshalle).

Für das Reinigen der Schulräume zahlte die Gemeinde 1926 im Monat 8 Mark.

Anfang der 30er Jahre war die Schule (nur ein Schulraum) zu klein geworden. So wurde zeitweise für die Klassen 4 bis 8 morgens 3 Std. Unterricht und für die Klassen 1 bis 3 täglich 2 Stunden Unterricht, zeitweise auch nachmittags, erteilt. 1930 bis 1932 gingen einige Jahrgänge nach Ernsthausen in die Schule.

In den Jahren 1935 - 36 wurde eine neue, die dritte Schule in der Flur im Bornstück für 33.447,50 RM gebaut. Das Grundstück wurde bereits 1931 angekauft (Beschluß der Gemeindevertretung vom 11. Mai 1931). Der Kaufvertrag war von Bürgermeister Julius Stroh, sowie Luis Schmidt und Wilhelm Lang unterzeichnet. Nachdem der Zuschlag für den Bau der neuen Schule zunächst an Hermann Oberding, Laimbach für 13.145 RM ging, der als unbedingt zuverlässig und ortsansässig bezeichnet wurde, wurden nach Einschreiten des nationalsozialistischen Handwerker und Gewerbeverbandes die Arbeiten an Ph. W. Becker, Wolfenhausen für 13.394,64 RM vergeben.

Das zweite alte Schulhaus, Ortsstraße 20, wurde am 21. Januar 1940 an Otto Lehwalder für 3500 RM verkauft. Der Turm mit Glocke wurde erst 1953 entfernt und auf der Volkshalle widererrichtet.

Am 22. April 1968 wurde die Laimbacher Volksschule aufgelöst und die Kinder ab diesem Zeitpunkt in die Schule von Weilmünster eingeschult.

Am 12. Mai 1969 wurde die Schule verkauft und ist seither in Privatbesitz.

 

   

Alte Schule (heute ein Wohnhaus in der Grauensteinstraße)

Neue Schule von 1936