LAIMBACH IM TAUNUS

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Der "Neue Weg" ins Weiltal

 

Bis zum Beginn dieses Jahrhunderts gab es keine direkte Verbindung zum Weiltal. Die einzige Verbindung verlief über den Berg nach Ernsthausen ins Weiltal.

So wurde in der Gemeindevertretersitzung am 15. April 1905 zum ersten Male beschlossen, einen neuen Weg durch das Laimbachtal zum Weiltal zu bauen, falls die Gemeinde Ernsthausen bereit wäre, den Weg auf ihrer Gemarkung zu bezahlen. 1907 war der Weg über den Berg in einem so schlechten Zustand, daß Dr. Auler, Landarzt in Weilmünster, den Vertrag über die ärztliche Versorgung  mit der Gemeinde Laimbach kündigen wollte. Er erhöhte die Gebühr um 30 Mark. Die Fuhrwerke sackten bis zu einem halben Meter ein.

Am 27. Mai 1908 beschlossen die Gemeindevertretungen von Laimbach und Ernsthausen, den Weg zu bauen. Bis zum 20 August 1908 wurden von beiden Gemeinden viele Grundstücke zum Preis von 20 Mark/Ruthe erworben. Einige Grundstücke, so von August Löw, August Mück, Friedrich Lehwalder und Heinrich Löw wurden enteignet, weil sie einen überhöhten Preis verlangten (110 Mark/Ruthe).

Die Kosten für den 1,3 km langen "Neuen Weg" betrugen laut der Endabrechnung vom 03. Juli 1911 insgesamt 22.471 Mark und wurden zwischen Laimbach und Ernsthausen entsprechend aufgeteilt (der Kostenvoranschlag belief sich auf 26.000 Mark).

Im März 1909 war Baubeginn. Die Arbeiten (Fläche 5.520 qm und 1.380 cbm Gestücksteine) wurden von der Firma Hermann Steinhauer, Weinbach ausgeführt.

 

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