LAIMBACH IM TAUNUS

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Gesangverein "Liederglocke Laimbach" e.V

 

 1. Vorsitzender: Gustav Heinzeroth

2. Vorsitzender: Andreas Schuler

Kassiererin: Sigrun von Trapp

Schriftführerin: Uschi Finger

 

 

 

Gemischter Chor "Liederglocke Laimbach 1964 e.V."

Auszüge aus der Vereinschronik

 

Aus der Gründungszeit des Chores "Liederglocke Laimbach", der im Jahre 1920 als reiner Männergesangverein gegründet wurde, ist leider so gut wie nichts mehr überliefert. Der Männergesangverein "Liederglocke Laimbach" wurde im Jahre 1920 zunächst von dem damals ortsansässigen Schullehrer Bender dirigiert. Wegen des ständigen Lehrerwechsels in der damaligen Zeit, stellte der Männergesangverein im Jahre 1924 jedoch wieder seine Tätigkeiten ein.

Am 20. März 1964 wurde dank der Initiative der späteren Vorsitzenden Richard Fürbeth und Moritz Schliffer der jetzige "Gemischte Chor" ins Leben gerufen, der in Anlehnung an den früheren Männergesangverein und in weiterführender Tradition, ebenfalls den Namen "Liederglocke" erhielt. Der wiederum als Schullehrer in Laimbach ansässige Wilhelm Koch übernahm das Amt des Dirigenten. Im Gründungsjahr 1964 verfügte der Chor über 35 aktive und 25 passive Mitglieder (heute zählt der Chor dagegen noch 22 aktive 40 passive Mitglieder). Der Grundstein des Gemischten Chores wurde in der Gastwirtschaft Füllhas gelegt.

Gründungsprotokoll Gemischter Chor Liederglocke Laimbach vom 20. März 1964

Mehrfach schon war in der Gemeinde der Wunsch rege geworden, einen gemischten Chor zu gründen.

Eine neuerliche Umfrage weckte ein derartiges Echo, daß die Sangeslustigen für den 20. März 1964 in die Gastwirtschaft Füllhas gebeten wurden, um die Angelegenheit zu besprechen und etwaige Beschlüsse zu fassen.

Einstimmig wurde beschlossen, einen gemischten Chor ins Leben zu rufen. Um dieser Arbeit Rahmen und Rückhalt zu geben, beschloß man, wiederum einstimmig, einen Verein zu gründen.

Aus den Reihen der in dem alten Männergesangverein aus den zwanziger Jahren aktiv ge-wesenen Sangesbrüder wurde der Wunsch geäußert, dem Verein aus Tradition den Namen des damaligen Vereins "Liederglocke" zu geben. Der Vorschlag wurde begeistert aufge-nommen und einstimmig gutgeheißen.

Der Leiter der Aussprache, Lehrer Wilhelm Koch stellte ausdrücklich fest, daß damit der Verein "Gemischter Chor Liederglocke Laimbach" gegründet sei!

Die vorbereitete Satzung wurde durchgesprochen und mit einzelnen Kürzungen und Abänderungen einstimmig angenommen.

Die Wahl des Vorstandes erfolgte auf einstimmigen Wunsch durch Handzeichen.

Es wurden gewählt:

1. Vorsitzender: Herr Richard Fürbeth - Stellvertreter: Herr Moritz Schliffer - Kassierer: Herr Franz Weiser sen. - Schriftführer: Frl. Gisela Rink

Ausdrücklich wurde festgestellt:

Es geht nicht um die Gründung eines weiteren Vereins, der den bestehenden etwa zum Konkurrenten werden solle oder könne, es geht um die Pflege wertvollen Kulturgutes, der persönlichen inneren Bereicherung und der Bereicherung unseres dörflichen Gemeinschaftslebens in verständnisvollem Zusammengehen mit den anderen Vereinen.

Die Leitung des Chores übernimmt Wilhelm Koch. Die Übungsstunden werden zunächst im Schulsaal, bei günstiger Witterung im Gemeindesaal durchgeführt, ( nach Schließung der Schule wurde in der Gaststätte Füllhas geprobt ). Vereinsbeitrag: man hält -,50 DM z.Zt. für tragbar.

Vorliegende Satzung (§§ 1 - 12) ist bewußt nicht bis ins Einzelne juristisch spitz abgefaßt, im festen Glauben, daß nicht die Satzung allein, sondern der Geist der Verbundenheit im Dienste am deutschen Lied Mitglieder und Vorstand stets leiten werden, den rechten Ent- und Beschluß zu finden! Laimbach, den 20. März 1964

Aller Anfang ist schwer. Und so war auch der Start des Gemischten Chores kein Leichtes. In einer Mitgliederversammlung vom 08. August 1964 wurde nachfolgender Inhalt protokolliert.

Von Seiten der Mitglieder sind dem Vorstand zur Anschaffung des neuen Instrumentes (Harmonia) Vorwürfe gemacht worden. Um Mißverständnisse zu beseitigen, ist eine Ver-sammlung von sämtlichen Mitgliedern einbe-rufen worden. Herr Fürbeth, 1.Vorsitzender, rechtfertigte die Anschaffung des Instrumen-tes mit dem Hinweis auf den bisherigen Not-behelf des Dirigenten, Herrn Koch. Auch hatte der 1. Vorsitzende den Rechnungsbetrag unterschrieben, so daß immer eine Deckung vorhanden war.

Nun haben ja neu gegründete Vereine nicht gleich Kapital zur Verfügung, mit dem An-schaffungen, welcher Art auch immer, getätigt werden können oder müssen. Aus diesem Grund wurde zwischen der bestehenden Freiwilligen Feuerwehr Laimbach und dem neu gegründeten Gemischten Chor am 18. August 1964 nachfolgende Vereinbarung getroffen.

Vereinbarung

Zwischen den Vorständen der "Freiwilligen Feuerwehr Laimbach" und dem "Gemischten Chor Liederglocke Laimbach" wurde heute nachstehendes vereinbart:

1. Der "Gemischte Chor" nimmt das Angebot der Freiwilligen Feuerwehr betreffend der Gewährung einer "Starthilfe" mit Dank an.

2. Die Freiwillige Feuerwehr s c h e n k t dem Gem. Chore den Betrag von 100 (einhundert) DM mit der ausdrücklichen Bestimmung, hierfür Notenmaterial (Chöre) zu beschaffen.

3. Die Freiwillige Feuerwehr gewährt dem Gemischten Chor ein Darlehen in Höhe von 525 DM (in Worten fünfhundertfünfundzwanzig DM) zum Zwecke der Begleichung der Restsumme für das erworbene Musikinstrument (Organna)

4. Der Gemischte Chor Liederglocke verpflichtet sich, das Darlehen innerhalb von zwei Jahren - bis spätestens zum 31. August 1966 zurückzuzahlen, zuzüglich 3% Zinsen, zu errechnen aus, zunächst dem Gesamtbetrag, sodann aus den jeweiligen Restbeträgen. (Von der Festlegung einer etwaigen Monatsrate wird abgesehen: die zu erwartenden Einnahmen - Zuwendungen des Sängerbundes u. ä., Überschüsse bei Veranstaltungen sind nicht laufend, aber dann in mehrfa-cher Höhe einer etwa festgelegten Rate verfügbar. Der Gemischte Chor ist aber bestrebt, die Summe so bald wie möglich zurückzuzahlen.)

Laimbach (Oberlahnkreis) den 18. August 1964

Für die Freiwillige Feuerwehr Laimbach - Walter Zuth, Brandmeister - Heinz Klees, W. Schuler, Reinhold Schuler

Für den Gemischten Chor Laimbach - Richard Fürbeth -  Franz Weiser, Gisela Rink

Nachdem nunmehr für ausreichendes Chormaterial und ein, für die Proben notwendiges, Instrumentarium angeschafft waren, ging es schnell mit dem wieder aufstrebenden Chor weiter.

In einem nicht datierten Zeitungsartikel aus der damaligen Zeit stand zu lesen:

Debüt der "Liederglocke" Laimbach

Gemischter Chor übernahm Erbe des ehemaligen Männergesangvereins

Alle Schüler und Schülerinnen der einklassigen Volksschule Laimbach wirkten bei der Aufführung des von ihrem Lehrer Wilhelm Koch verfaßten Singspiels "Dorfhochzeit" mit. Bei der Aufführung trat der neu gegründete Chor "Liederglocke" mit seinem Dirigenten Wilhelm Koch erstmals vor die Öffentlichkeit. Lehrer Koch schrieb dieses Stück in Mundart, auch die netten Melodien und deren Verse komponierte er selbst.

Laimbach ist mit zur Zeit ca. 250 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden im Oberlahnkreis die einen gemischten Chor aufzuweisen hat. Unterlagen zur Chorgeschichte des Vereins sind nicht mehr aufzufinden, so daß die nun folgende kurze Aufstellung einigen Zeitzeugen wie Rektor i.R. Leistner, Löhnberg, Chormitgliedern des MGV Blessenbach sowie den beiden Laimbachern Gustav Mehl und Albert Heil zu verdanken ist.

(Quelle: "Sang und Klang an der Oberlahn" Ausgabe Juni 1967).

Das Bestreben einen Gesangverein zu grün-den bestand demnach schon immer, mußte jedoch im vergangenen Jahrhundert wegen fortwährenden Lehrerwechsels oder Ablehnung des Dirigentenpostens immer wieder verschoben werden. Erst im Jahre 1919 begannen die ersten Proben versuchsweise mit dem damals noch jungen Lehrer Wilhelm Bender, der durch seine Umsicht und künstlerische Begabung bald einen festen Stamm von 23 aktiven Sängern beisammen hatte. Der Laimbacher Albert Heil führte die Vereinsarbeit als Vorsitzender. Die Begeisterung der Sangesfreunde war so groß, daß man noch im gleichen Jahr beschloß, zum Wertungssingen 1920 nach Laubuseschbach zu fahren. Die Probenarbeit des Dirigenten Wilhelm Bender wurde durch den Weilburger Franz Damm durch sachliche Hinweise unterstützt. Der Erfolg stellte sich dann auch umgehend ein; mit Blessenbach gemeinsam wurde der erste Klassenpreis erreicht, das Los schließlich entschied für die Laimbacher. Der Pflichtchor lautete "Es bleichen die Sterne".

Die Reaktion auf diesen unerwarteten Erfolg war spontan: Viele Sänger, die in der Grube "Klöserweide" zu Philippstein beschäftigt waren, gingen vorzeitig nach Hause, wenn sie ihr Soll nachweislich erfüllt hatten, um an den zuweilen allabendlichen Proben teilnehmen zu können. Zu allen hohen kirchlichen Festen sang nun der Männergesangverein "Liederglocke". Das letzte Mal zum Totensonntag 1922 mit Lehrer Bender.

In der Kirche in Edelsberg erklang "Die Ernte reift im Sonnenbrand". Eine schwere Erkältung des Dirigenten stellte die Probenarbeit zunächst vorübergehend ein - sein allzu früher Tod 1922 schließlich vollends.

Die nachfolgenden Jahre ruhte der Verein.

Seit der Neugründung 1964 waren zahlreiche Auftritte des Chores, durch kirchliche Veranstaltungen, Feuerwehrfeste und Weihnachtsfeiern, als auch durch Sängerfeste und Wett-bewerbe befreundeter Chöre geprägt. Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, die bei der Generalversammlung am 13. März 1965 um 0,25 DM einstimmig erhöht wurden, wuchs ein beträchtliches Kapital von 1.467,15 DM in nur zwei Jahren an.

Am 16. Mai 1965 wurde die Kasse von Franz Weiser an Eberhard Jaeger übergeben.

Verbunden mit den sängerischen Tätigkeiten und der Vereinsarbeit an sich wurde jedoch auch gemeinnützige Arbeit geleistet. So steht in einem Protokoll der Vorstandsversammlung vom 15.April 1966 beispielsweise zu lesen, daß sich die Vorstände des Gesangvereins und der Feuerwehr am Sonntag den 17.04.66 um 11:00 Uhr in der Gemeindehalle zum Zwecke des Ausbaus der Bar in der Gemeindehalle trifft.

Auch die Beschaffung diversen Notenmateri-als ist aus der damaligen Zeit protokolliert und überliefert. So kostete die Partitur von M. Züghardt "Habe mir geschnitzt ein Weidenpfeiflein" beispielsweise 0,30 DM je Stück. Die Partituren "Wollt ihr meine Sennrin kennen?" von H. Schnitzler und "Es zogen auf sonnigen Wegen" von F. Seeger kosteten schon 0,45 DM je Stück.

Als am 28. Juni 1968 der bisherige Dirigent Lehrer Wilhelm Koch sein Amt aus Altersgründen niederlegte, wurde Lehrer Rosenkranz (Philippstein) als neuer Dirigent eingeführt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 15. Januar 1970 wurden folgende Personen in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender : Moritz Schliffer - 2. Vorsitzender : Karl Dick - Stellvertreter : Franz Weiser - Kassierer : Eberhard Jaeger

Stellvertreter : Friedrich Bender - Schriftführer : Edith Umilenski - Stellvertreter : Elli Umilenski

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 1972 wurden die Sangesbrüder Herr Friedrich Bender und Herr Wilhelm Koch zu Ehren-mitgliedern ernannt. Die Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender : Moritz Schliffer - 2. Vorsitzender : Gerd Klonek , Stellvertreter: Franz Weiser - Kassierer : Helmut Schuler, Stelllvertreter: Friedrich Bender - Schriftführer : Irma Schmidt  - Beisitzer : Karl Dick - Notenwart : Maria Oberding, Albert Oberding

Die Versammlung fand bei Anwesenheit von 21 Mitgliedern und letztmalig im Beisein des Dirigenten Werner Rosenkranz in der Gaststätte Nagy in Laimbach statt.

Im Jahre 1972 übernimmt der damals 23-jährige Lehrer Richard Schäfer aus Weinbach das Amt des Dirigenten von seinem Vorgänger Werner Rosenkranz. Die Bestandserhebung des Jahres 1973 gibt Aufschluß auf den vollzogenen Dirigentenwechsel. Nach und nach verdichtete sich das Bestreben, an Liederabenden anderer Chöre teilhaftig zu werden. Dies waren im Mai 1972 ein Liederabend in Bermbach, im Juni 1972 ein Liederabend in Kirschhofen und im Juli des gleichen Jahres ein Auftritt beim MGV "ECHO" Weilmünster. In der Generalversammlung im Januar des Jahres 1973 wurde unter der Führung des damaligen Vereinsvorsitzenden Moritz Schliffer die Durchführung eines Liederabends in Laimbach für den 07. April 1973 beschlossen.

Ein erster Wertungsbogen aus dem Jahr 1973, von einem Wertungssingen in Waldhausen im Juli des Jahres, zeugt von der hervorragenden Chorarbeit, wurde doch vom Wertungsrichter immerhin für das Lied "Morgen will mein Schatz verreisen" die Gesamtnote "gut" vergeben, das zweite Vorgetragene Lied "An hellen Tagen" wurde gar mit "sehr gut" ausgezeichnet.

Allein die Tatsache, daß für das Jahr 1974, - 15 öffentliche Auftritte protokolliert wurden, zeugt von dem Tatendrang der damaligen Sangesfreunde, die zum Großteil auch heute noch dem Verein die Treue halten, und damit auch von dem Vertrauen, welches der Chor in seinen musikalischen Leiter setzte.

Der Vorstand wurde im Jahre 1974 durch Frau Sigrun v. Trapp ergänzt, die das Amt des Schriftführers von Frau Irma Schmidt übernahm.

Auszug aus einem 1974 in der Weilburger Zeitung erschienenen Artikel:

Richard Schäfer "Zwang" den Chor durch mitreißende Stabführung zu sehr vielen Darbietungen

Die Entwicklung des Chores unter der Leitung von Richard Schäfer bereitete nicht nur allen Sängerinnen und Sängern der aktiven Gruppe viel Freude, auch die Zuhörerschaft war von den Sangesdarbietungen sichtlich angetan. Und so kam es, daß der Chor im Jahre 1975 gleich sieben Neuzugänge verzeichnen konnte.

Ungezählte Auftritte der "Liederglocke" folgten, sowohl bei öffentlichen Veranstaltungen als auch bei Liederabenden befreundeter Chöre, aber auch bei zahlreichen Wettbewerben stand der Chor, unter Richard Schäfers Leitung stets ganz vorn im Ram-penlicht. Auch wenn die eine oder andere Wertung nicht den Anschein gibt, so wird der "kleine Chor" aus Laimbach doch überwiegend mit einer hervorragenden Presse bedacht. Zitat aus einem die diversen Auftritte begleitenden Zeitungsartikel: "Am Beispiel Laimbach sieht man wieder einmal, daß auch ein kleiner Chor hervorragendes zu leisten im Stand ist".

Auch im Jahre 1976 fanden die regelmäßigen Chorproben weiterhin im Vereinslokal Füllhas, freitags ab 20 Uhr statt. Die Begeisterung der Sangesfreunde läßt sich damit zum Ausdruck bringen, daß in diesem Jahr sechs neue Lieder eingeübt wurden und darüber hinaus noch Zeit für 17 öffentliche Auftritte blieb.

Da das Vereinslokal Füllhas zum 1. April 1977 geschlossen wurde, fand ab diesem Zeitpunkt die Gesangsstunde in der Volks-halle statt.

Auf der Generalversammlung im darauffolgenden Jahr 1978 wurde wie folgt gewählt:

1. Vorsitzender : Moritz Schliffer - 2. Vorsitzender : Walter Zuth - Kassierer : Helmut Schuler, Stellvertreter: Albert Oberding - Schriftführer : Irma Schmidt - Beisitzer: Helga Seewald, Gerd Klonek  und Maria Oberding - Notenwart: Bernd Rosenauer

Zu einem Liederabend des gemischten Chores "Liederglocke" Laimbach am 15. April 1978 erschienen folgende Chöre : Männerchor "Doppelquartett" Weilburg, "Liederkranz" Dietenhausen, "Edelweiß" Kirschhofen und die Solisten am Klavier Torsten Löw (Kubach) und Rüdiger Diehl (Weinbach).

Am 26. April 1978 trafen sich alle Vereinsvorstände der Laimbacher Ortsvereine in der Gaststätte Gath (Waldschule), um die Pla-nung verschiedener Veranstaltungen, wie Kirmes und Altentag künftig gemeinsam durchzuführen. In dieser erstmals durchgeführten Vereins-Versammlung wurde festgelegt, daß ab dem 1. Januar 1979 jeweils ein Verein für die gesamten Veranstaltungen eines laufenden Jahres verantwortlich sein soll. Alle Vereine erklärten sich einverstanden mit dieser Regelung und wollten sich am Ende des Jahres abermals treffen, um die Veranstaltungen des Folgejahres gemeinsam zu planen.

Das Jahr 1979 brachte wiederum zahlreiche Auftritte bei Sängerfesten und Liederabenden wobei auch in diesem Jahr wieder ein Lieder-abend durch die Liederglocke Laimbach ausgerichtet wurde.

Der gesamte Vorstand der Liederglocke Laimbach wurde in diesem Jahre einstimmig bestätigt.

Am Samstag den 31. Mai 1980 ging es auf große Fahrt. Der gemischte Chor "Liederglocke Laimbach" hatte zugesagt, am Jubilä-umsfest des Liederkranzes Eltville am Rhein teilzunehmen. Mit diesem Freundschaftssin-gen wurde auch der diesjährige Ausflug des Chores verbunden. Am 18. Oktober fand in Weinbach ein Wertungssingen statt.

Im März 1981 wurde von der Liederglocke Laimbach ein Liederabend geplant. Da jedoch eine so große Resonanz seitens der angeschriebenen Gastchöre vorlag, mußte der Liederabend auf zwei Tage verteilt werden. Der erste Liederabend fand am 14. März 1981 mit den Gastchören aus Dietenhausen, Ernsthausen und Freienfels statt. Der zweite Liederabend wurde am 28. März 1981, also 14 Tage später, ebenfalls in der Laimbacher Volkshalle, mit den Gastchören aus Laubach, Wolfenhausen, Odersbach und Bermbach ausgerichtet.

Die Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1982 brachte keine wesentlichen Änderungen des Vorstandes:

1. Vorsitzender : Moritz Schliffer - 2. Vorsitzender : Walter Zuth - Schriftführer : Sigrun v. Trapp - Kassierer : Helmut Schuler - Hilfskassierer: Mimi Rink

Auch im diesem Jahr wurde wieder ein Liederabend in Laimbach veranstaltet.

Als weiterer Höhepunkt zählte der Besuch des Kreischorkonzerts in Laubuseschbach, bei dem zahlreich Chöre, es waren derer 14, aus dem Oberlahnkreis teilnahmen. Die Darbietung der Liederglocke Laimbach wurde besonders hervorgetan und so stand in der folgenden Woche in der heimischen Zeitung zu lesen:

Der (zahlenmäßig) kleinste Chor des Abends, der gem. Chor "Liederglocke" Laimbach erntete besonderen Applaus für seine Vorträge "Im Eschenhain"(P. Zoll) und "Die Nacht" (F. Schubert) - Chorleiter: Richard Schäfer

Aber auch ein Jubiläum stand in diesem Jahr an. Der Dirigent Richard Schäfer ist seit 10 Jahren erfolgreich und mit Elan Dirigent der "Liederglocke" Laimbach. Grund genug für die Sangesfreunde, dieses Ereignis am 06. November 1982 mit einer Feier in der Volkshalle zu würdigen.

Am 15. Januar 1983 wurde in Abstimmung mit Herrn Richard Schäfer beschlossen, daß Elisabeth Weinbrenner weiterhin mit den Frauen den Grabgesang durchführen soll.

Außerdem wurde dem früheren Leiter und Dirigenten des Chores, Herrn Wilhelm Koch zu dessen 80zigsten Geburtstag ein Geburtstagsständchen dargeboten.

Veränderungen im Vorstand des Vereins zeichneten die Jahreshauptversammlung 1984 aus. Der langjährige 1. Vorsitzende Moritz Schliffer stellte sich aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen nicht mehr zur Wahl. Unter der Leitung von Richard Schäfer wurde sodann der neue Vorstand für zwei Jahre gewählt:

1. Vorsitzender : Helmut Schuler - 2. Vorsitzender : Walter Zuth - Schriftführer : Sigrun von Trapp - Kassierer : Sigrun von Trapp - Beisitzer : Maria Oberding, Elisabeth Weinbrenner

Als erste Amtshandlung wurde auf Antrag des neuen 1. Vorsitzenden Helmut Schuler Herr Moritz Schliffer für seine 20 jährige Vorstandstätigkeit einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt und ihm ein herzlicher Dank für seine Leistungen ausgesprochen.

Am 03. November 1984 veranstaltete die "Liederglocke" Laimbach in der Volkshalle wieder sein traditionelles Chorkonzert. Auch im Jahre 1985 wurden neun Liederabende und Veranstaltungen besucht.

Vorstandswahlen standen im Jahre 1986 wieder im Vordergrund der am 25. Januar stattfindenden Generalversammlung.

1. Vorsitzender: Helmut Schuler - 2. Vorsitzender : Walter Zuth - Kassierer : Sigrun von Trapp - Schriftführer : Elisabeth Weinbrenner - Beisitzer : Gustav Heinzeroth und Maria Oberding - Notenwart : Carsten Zuth

Zum Gedenken an den ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, wurde für den 1985 verstorbenen Richard Fürbeth eine Trauerminute abgehalten.

Am Samstag den 22. März 1986 wurde durch die "Liederglocke" Laimbach ein Chorkonzert veranstaltet. Den Abschluß setzte der Gemischte Chor Laimbach mit Martin Weinbrenner am Klavier. Auch wurde die Freundschaft mit dem Musikverein Rhadern durch einen Besuch am Ederseee gepflegt. Auch 1987 fanden einige Liederabende und Sängerfeste statt, an denen sich der Verein beteiligte.

Der gemischte Chor "Liederglocke" 1988

v.l.n.r. Gustav Heinzeroth, Sven Seewald, Erwin Rink, Gerd Klonek, Eberhard Jaeger, Helmut Krombach, Lydia Füllhas, Maria Oberding, Christa Zuth, Herta Lehwalder, Wally Schuler, Irene Schäfer, Herta Dick, Sonja Faust (Schuler), Sigrun von Trapp, Marion Schuler, Marie Rink, Rosel Klees, Helga Seewald, Lydia Jaeger, Elisabeth Weinbrenner, Kurt Kaletta, Hans Fischer, Martin Weinbrenner, Reinhold Schuler, Helmut Schuler (1. Vorsitzender), Richard Schäfer ( Dirigent)

Den bisherigen Höhepunkt in der Laimbacher Chorgeschichte bildete wohl im November 1988 die Aufnahme einer in der Laimbacher Volkshalle produzierten Musik - Kassette , die unter der Leitung von Richard Schäfer zu einem wahren Ohrenschmaus gelungen, auch heute noch jung und alt - und nicht nur in Laimbach - erfreut. Insgesamt sind auf dieser Kassette 22 Lieder zu hören.

Am 05. Dezember 1988 fand die Jahreshauptversammlung statt, die zugleich die Gründungsversammlung als eingetragener Verein darstellte. Der Verein wird fortan als "Liederglocke Laimbach e.V." weitergeführt. Die Eintragung der Gemeinnützigkeit im Vereinsregister erfolgte am 15. März 1989 unter der Nummer VR-505 und wurde durch einen Stempel des Amtsgerichtes Weilburg besiegelt. Für ein dringend benötigtes neues Klavier wurde eine Sammlung im Dorf durchgeführt. Weiterhin wurde um finanzielle Unterstützung bei Bürgermeister Klaus Pfeiffer gebeten. Dieser Bitte wurde entsprochen und das neue Instrument konnte angeschafft werden.

Mit einem wohlklingenden Jubiläumskonzert feierte der gemischte Chor "Liederglocke" 1990 seinen 25. Geburtstag. Da die vorhandenen Räumlichkeiten in Laimbach dafür nicht ausreichend waren, wurde der Festakt in die Mehrzweckhalle nach Philippstein verlegt

Eine Fülle an öffentlichen Auftritten reihte sich in das Jahr 1991. Auch in diesem Jahr veranstaltete die Liederglocke wieder ein Frühlingskonzert. Der Chor erlebte nun erste krisengeschüttelte Zeiten. Der Tod langjähriger Mitglieder dezimierte die aktiven Stimmen zunehmend und der Nachwuchs blieb aus. Über den Kampfgeist und den Erhaltungstrieb der verbleibenden Sängerinnen und Sänger äußerte sich der Chorleiter Richard Schäfer mit den Worten: "Der Laimbacher Optimismus ist beachtenswert". Wie man sieht ist dieser Optimismus auch bis heute noch ungebrochen.

Als das hervorzuhebende Ereignis im Jahre 1992 muß wohl das 20-jährige Dirigentenju-biläum von Richard Schäfer erwähnt werden. Die Arbeit des Herrn Schäfer wurde aus diesem Anlaß in einer kleinen Feierstunde entsprechend gewürdigt.

Einen Basar veranstalteten erstmals im Oktober 1992 die "Freunde und Förderer des Gem. Chores Liederglocke Laimbach" im Hof und in der Scheune bei "Eckhardts" Lydia. Der Erlös sollte dem Chor zu Gute kommen. Für das Jahr 1993 wurde ebenfalls wieder ein Basar geplant, der sich zwischenzeitlich nahtlos in den Veranstaltungsreigen der folgenden Jahre eingefügt hat. Seit 1993 findet der Basar im Feuerwehrgerätehaus bzw. in der Volkshalle statt.

In Verbindung mit dem Laimbacher Dorffest am 26. Juni 1994, fand ein Singen der 9 Chö-re der Großgemeinde statt.

Im Laufe der Jahre wurde der Chor weitestgehend aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen oder durch das Ableben der aktiven Sängerinnen und Sänger so stark de-zimiert, daß am Ende des Jahres 1995 der gesamte Chor nur noch ein Klangvolumen von 14 Stimmen aufwies. Dies hatte natürlich zur Folge, daß die Auftritte des Chores sich rückläufig entwickelten. Zwar hatte der Chor im Jahr 1995 noch 10 öffentliche Auftritte, wovon jedoch nur 2 Auftritte auf auswärtige Liederabende entfielen, die anderen 8 wurden innerhalb Laimbachs absolviert, wovon der Aktionstag am 21. Mai 1995 unter dem Motto: "Singen mit Kindern" besonders erwähnenswert ist.

Durch zahlreiche Appelle und persönlichen Gespräche mit den Mitbürgern, konnte in 1997 der Fortbestand des Chores wieder gefestigt werden.

Nach dem tragischen Unfalltod von Frau Weinbrenner im Jahre 1997 wurde das Amt des Schriftführers kommissarisch von der Schatzmeisterin Sigrun von Trapp weitergeführt. Bei der Generalversammlung am 09. März 1998 konnte der im Jahr 1997 als Neuzugang zum Chor gestoßene Heiko Geißler für das Amt des Schriftführers gewonnen werden.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier am 05. Dezember 1998, die wie in jedem Jahr vom Vereinsring Laimbach ausgerichtet wurde, konnte Chorleiter Richard Schäfer, mit etwas Verspätung, für seine über 25-jährige Tätigkeit von dem extra zu diesem Zweck erschienenen Vorsitzenden der Sängervereinigung Oberlahn - Herr Edmund Faust - mit der Chorleiterehrennadel geehrt werden. Auch zahlreichen, verdienten Mitgliedern wurde im Rahmen der Weihnachtsfeier eine Ehrung zuteil.

Auch 1999 treffen sich jeden Montag die Sängerinnen und Sänger mit Ihrem Dirigen-ten Richard Schäfer in der Volkshalle zur Gesangsstunde.

Ehrung des Chorleiters Richard Schäfer für 25 Jahre Dirigententätigkeit in Laimbach durch den Vorsitzenden des Sängerkreises Oberlahn Edmund Faust bei der Weihnachtsfeier 1998