LAIMBACH IM TAUNUS

Marktflecken Weilmünster

HomeTerminkalenderHeimatbuchVereineAnsichtenLinks

Freiwillige Feuerwehr Laimbach e.V.

 Der aktuelle Vorstand der Laimbacher Feuerwehr ( 2013 ):

1. Vorsitzender: Andreas Schuler

2. Vorsitzender : Christian Lehwalder

Kassierer : Britta Gelbert

Schriftführer : Klaus Graubner

Beisitzer :  Lars Gelbert  und Andrea Lehwalder

Wehrführer : Andreas Spahn

Stellvertretender Wehrführer und Jugendfeuerwehrwart : Christian Lehwalder

Gerätewart: Alexander Ahäuser

 

Auszüge aus der Vereinschronik

von Rainer Schnabel

 

Am 14. Februar 1934 wurde in der Gastwirschaft Karl Eckhardt in Anwesenheit von Kreisbrandmeister Moser, Weilburg und Bürgermeister August Löw, Laimbach die Freiwillige Feuerwehr Laimbach aus der ehemaligen Pflichtfeuerwehr gegründet. Fünfundzwanzig Männer traten der Wehr bei.

In den Vorstand gewählt wurden:

Brandmeister : Hermann Cromm  - Stv. Brandmeister : Hermann Oberding

Schriftführer : Adolf Bender  - Kassierer : Wilhelm Koch  - Gerätewart : Karl Eckhardt

Weitere Gründungsmitglieder waren:

August Löw, Albert Cromm, Karl Cromm, Otto Cromm, Wilhelm Ahäuser, August Eppstein, Friedrich Gelbert, Herbert Horn, Heinrich Jung, Friedrich Lang, Wilhelm Lang, Otto Lehwalder, Albert Lenz, Eugen Linß, Otto Nickel, Friedrich Oberding, Albert Schmidt, Friedrich Schmidt, Hermann Schmidt und Albert Schuler.

Die Wehr wurde vollständig eingekleidet. An Feuerwehrgerät war vorhanden:

1 Saug-und Druckspritze, 1 Schlauchkarren, 80 m B-Schlauch, 50 m C-Schlauch

Im Jahr 1935 erhielt die Wehr von der "Aachener-Münchener Feuerversicherung" eine Beihilfe von 80 DM. Dafür wurde eine Schiebeleiter von der Fa. Kurz in Wiesbaden für 72 DM und für 8 DM Signalpfeifen gekauft. Das Feuerwehrgerät war in der alten Schule untergebracht (ehem.Haus Lehwalder, heute Haus Reinhold Schuler).

Nach dem Verkauf der alten Schule mußte die Gemeinde an den neuen Besitzer Otto Lehwalder eine Pacht bezahlen.

Als die Familie Lehwalder die Räumlichkeiten selbst benötigte, wurden die Geräte beim Brandmeister Hermann Cromm untergestellt.

1939 wurden zwölf  Mitglieder der Wehr in den Krieg eingezogen. Als Ersatz stellten sich junge Frauen zur Verfügung und leisteten unter Führung von Hermann Cromm Dienst in der Feuerwehr bis zum Ende des Krieges 1945. Folgende Feuerwehrkameraden sind im 2.Weltkrieg gefallen:

Hermann Schmidt, Walter Oberding, Alwin Löw, Herbert Horn, Otto Gath, Erwin Ahäuser, Alfred Ahäuser, Alfred Maurer und Richard Rink.

Nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" sind viele Mitglieder aus der Wehr ausgetreten.

1948 gelang es dem Brandmeister Hermann Cromm und seinem Vorstand, mit viel Mühe und durch Zugang junger Kräfte, die Feuerwehr wieder neu zu organisieren und zu stabilisieren. Zum neuen Kassierer wurde Kurt Heil gewählt.

Im Herbst 1952 wurde mit dem Bau der Volkshalle begonnen, in der ein Geräteraum mit Schlauchturm für die Feuerwehr vorgesehen war.

1954 erhielt die Wehr eine neue DKW-Spritze und diverse Ausrüstungsgegenstände für 3.904 DM von der Firma Heinrich Staab, Wetzlar.

Die Gemeinde leistete dafür eine Anzahlung in Form von Bauholz (Fichtenstämme) für das Haus von Heinrich Staab in Höhe von 827,79 DM.

Die Feuerwehrspritze war auf einem offenem Wagen (Anhänger) mit dem dazugehörigen Schlauchmaterial befestigt, so daß nun 170 m B- und 235 m C-Schlauch vorhanden waren.

Am Samstag den 23. Juli 1955 um 15.00 Uhr war die Einweihung der Volkshalle mit Übergabe des neuen Feuerwehrgeräteraumes an die Freiwillige Feuerwehr Laimbach. Dieses Ereignis wurde mit einer Angriffsübung der Einsatzgruppe und einer festlichen Feierstunde, sowie mit einem Festzug unter Beteiligung sämtlicher Ortsvereine und der Laimbacher Bevölkerung gebührend gefeiert.

1958 wurde auf dem Dach der Volkshalle eine Sirene installiert. Bis dahin wurde die Wehr zu Feuerwehrübungen und Brandeinsätzen noch mit einem 3 er - Signalhorn gerufen bzw. alarmiert. Am 14. Februar 1959 feierte die Wehr ihr 25-jähriges Bestehen in der Volkshalle, in Anwesenheit von Ehrenkreisbrandmeister Moser, Kreisbrandinspektor Joeres und Bürgermeister Wilhelm Lang.

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden von Kreisbrandinspektor Joeres ausgezeichnet:

Hermann Cromm, Karl Eckhardt, Otto Nickel, Karl Cromm und Friedrich Schmidt.

Auszüge aus Protokollen von Generalversammlungen und Vorstandssitzungen:

In der Generalversammlung am 17.Januar 1959 wurde einstimmig beschlossen:

"wenn Einer unentschuldigt bei der Übung fehlt, muß er eine Ordnungsstrafe von 1 DM bezahlen."

In der Vorstandssitzung am 07. März 1959 wurde einstimmig beschlossen, den Mitgliedsbeitrag auf 0,50 DM pro Monat festzulegen, jedoch mit dem Hinweis, daß nach oben keine Grenzen gesetzt werden. Weiterhin wurde beschlossen, Heinz Klees zum Besuch der Feuerwehrschule nach Kassel zu schicken.

Am 07. Januar 1960 legte Hermann Cromm sein Amt als Ortsbrandmeister nieder.

In der Generalversammlung am 09. Januar 1960 in der Gastwirtschaft Eckhardt wurde als sein Nachfolger zum Ortsbrandmeister und 1.Vorsitzenden Walter Zuth und zu dessen Stellvertreter Heinz Klees einstimmig gewählt. Als Kassierer wurde Kurt Heil, als Schriftführer Reinhold Schuler und als Beisitzer Hermann Krombach gewählt.

Beim Kameradschaftsabend am 21. Januar 1960 wurde der alte Ortsbrandmeister Hermann Cromm mit einer Ehrung durch Bürgermeister Wilhelm Lang und Kreisbrandinspektor Joeres aus seinem Amt verabschiedet. Gleichzeitig wurde Walter Zuth in sein Amt eingeführt.

In der Vorstandssitzung vom 14. Februar 1960 wurde einstimmig vom Vorstand beschlossen, weiterhin "Freiwillige Feuerwehr" zu bleiben und lehnten somit die Übernahme vom "Zivilen Bevölkerungsschutz" ab.

In der Jahreshauptversammlung am 11. Januar 1964 stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung.

Gewählt wurden :

Ortsbrandmeister: Walter Zuth - 1. Vorsitzender : Walter Zuth  - 2. Vorsitzender: Heinz Klees

Schriftführer: Reinhold Schuler - Kassierer: Hermann Tögel - Beisitzer: Wilhelm Schuler, Hermann Krombach

und Otto Nickel

Am 26. bis 27. Juli 1964 feierte die Wehr ihr 30- jähriges Bestehen.

Dieses Fest wurde in einem 500 Mann großen Festzelt gefeiert. Es begann am Samstag den 25. Juli 1964 mit einem Kommers mit 14 Programmpunkten. Der Sonntag begann um 9.00 Uhr mit einem evangelischen Gottesdienst. Um 13.00 Uhr zeigten die Feuerwehren von Laimbach und Ernsthausen ihr Können bei einer Naßübung. Die Gastwehr aus Södel (Kreis Friedberg) zeigte mit ihrem Löschfahrzeug das Löschen mit Schaum an einem schrottreifem PKW.

Der große Festzug wurde um 14.00 Uhr aufgestellt. Er führte durch die festlich geschmückten Straßen und endete im Festzelt, wo anschließend der große Durst gelöscht wurde, da die Sonne es an diesem Tag sehr gut gemeint hatte. Der Ausklang des Festes war am Montag, den 27. Juli 1964 mit Konzert und Frühschoppen ab 9.00 Uhr, der dann überging ab 14.00 Uhr zur Volksbelustigung und Tanz im Festzelt.

Freiwillige Feuerwehr Laimbach - am 30jährigen Jubiläum 1964

1. Reihe v.l.n.r. : Wehrführer Walter Zuth, Franz Pöller, Erich Heil, Reinhold Schuler, Rudolf Bart-schat, Karl Eckhardt, Wilhelm Schuler, Kurt Heil, Ehrenbrandmeister Hermann Cromm

dahinter v.l.n.r. : Herbert Ufken, Herbert Umilenski, Albert Oberding, Klaus Hartmann, Erich Seewald, Josef Blaschke, Helmut Schuler, Walter Füllhas, Heinz-Dieter Fürbeth, Helmut Krombach, Peter Nagy, Erwin Rink, Richard Ahäuser und Friedrich Schmidt

Die bei der Schauübung eingesetzte DKW-Motorspritze und das Schlauchmaterial war immer noch auf dem 1954 angeschafften Anhänger angebracht. Der Anhänger wurde gezogen mit dem Hanomag-Traktor von Robert Lehwalder. Maschinist war Erich Seewald.

Eine ausgesprochen aktive Einsatzgruppe gab es in den Jahren zwischen 1963 und 1967.

Jürgen Lang gerade als Ausbilder von der Bundeswehr zurück, brachte als Gruppenführer einige Jahre neuen Schwung in die Einsatzgruppe.

Seit Gründung der Feuerwehr blieb Laimbach bisher glücklicherweise vor größeren Bränden und Unglücken verschont.

Ein Wohnhausbrand 1962 und ein Scheunenbrand 1964 zeigten jedoch, daß die Ausrüstung der Feuerwehr den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. 1965 bekam die Laimbacher Feuerwehr ihr erstes Feuerwehrauto, einen VW-Bus. Die Gemeinde bezahlte einen Zuschuß von 1.000 DM (Gemeindebeschluß vom 14. Juni 1965).

In der Jahreshauptversammlung am 21. Januar 1967 schied der zweite Vorsitzende Heinz Klees aus und Helmut Schuler wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Als neue Beisitzer wurden Herbert Schubert, Albert Oberding, Kurt Heil und als neuer Gruppenführer Gustav Heinzeroth gewählt.

Mit den Aufgaben der Feuerwehr wuchs auch die Ausrüstung. Nach 8 Jahren war der VW-Bus mittlerweile zu klein, um die Standartausrüstung aufzunehmen.

Aus diesem Grunde wurde 1973 von der Gemeinde Weilmünster ein gebrauchtes TSF (Ford-Bus) von Philippstein für 9.000 DM gekauft.

Veränderungen bei Vorstandswahlen:

1979  - 2. Vorsitzender und stellvertr. Wehrführer: Norbert Blaschke - Hilfskassierer: Wilfried Rink

1983 - Kassierer: Rainer von Trapp

Festausschuß: Kurt Kaletta, Wolfgang Schuler, Gustav Heinzeroth, Günter Fleck, Albert Oberding, Manfred Zuth und Dieter Nehl.

1984 - 2. Vorsitzender und stellvertr. Wehrführer: Günter Fleck  - Beisitzer: Gustav Heinzeroth, Norbert Blaschke und Dieter Nehl.

Das "50-jährige Bestehen" der Frw. Feuerwehr Laimbach wurde im großen Rahmen, in einem 800 Mann großen Festzelt vom 07. bis 09. Juli 1984 gefeiert. Schirmherr war Johannes Lehnert.

Der Erste Kreisbeigeordnete Günter Schmitt überreichte beim Festkommers den beiden noch lebenden Gründungsmitgliedern Wilhelm Koch und Otto Nickel eine Ehrenurkunde. Anschließend zeichnete er im Auftrag des Hessischen Ministerpräsidenten den Wehrführer und 1. Vorsitzenden Walter Zuth mit dem "Ehrenbrief des Landes Hessen" aus und würdigte seine vielfältigen Verdienste. Desweiteren zeichnete er den Wehrführer für 40-jährige aktive Tätigkeit in der Feuerwehr (er war vorher schon in Weinbach aktiv) mit dem "Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande" aus.

Ein akustischer Höhepunkt des Abends war der 100 Mann starke Männerchor aus Solingen-Wupperhof, der aus dem Bergischen Land angereist war.

Ebenfalls ein Höhepunkt war der Auftritt des Tenor-Solisten Heini Lemmen, von der Staatsoper Nürnberg, der mit seiner Stimme das Publikum begeisterte. Einen optischen Leckerbissen servierte die Tanz- und Gymnastikgruppe Kubach unter der Leitung von Hanne Haller. Zum weiteren musikalischen Gelingen des Abends trug der gemischte Chor "Liederglocke" Laimbach zwei Lieder vor und kam nicht ohne Zugabe (Radetzky-Marsch) von der Bühne.

Der Sonntag begann um 9.30 Uhr mit dem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen, mit dem Spielmannszug aus Philippstein. Um 14.00 Uhr wurde der große Festzug aufgestellt mit dem Musik- und Fanfarencorps Oberlahn aus Weilburg. Der Festzug endete im Festzelt, wo die Kapelle "Telstars" zum Tanz aufspielte. Am Montag war dann der obligatorische Frühschoppen, wieder mit der Festkapelle Telstars.

Einsatzgruppe 1984

Einstzgruppe 1984

Oben v.l.n.r. : Manfred Zuth, Gerd Füllhas, Günter Fleck, Matthias Heil, Armin Lang, Friedhelm Zuth,

Unten v.l.n.r. Kurt Kaletta, Dieter Nehl, Norbert Blaschke, Norbert Pöller, Bernd Oberding, Bernd Rosenauer, Thomas Lehwalder, Wolfgang Schuler und Erharth Müller

Nach dem Feuerwehrfest wurde als nächstes Projekt der Ausbau des Löschteiches im Pfingstbornweg vorgenommen (oberhalb ehem. Haus Klonek). Die Wasserversorgung im Brandfall wurde bis zu diesem Zeitpunkt über die Oberflur- und Unterflurhydranten, sowie einer großen Zisterne in der Waldschulstraße 7 (Gemeindegrundstück) vor dem Haus ehemals Ott sichergestellt. Die Zisterne wurde von dem Zulauf einer Quelle gespeist. Seit dem Bau der Kanalisation wird die Befüllung durch eine Abzweigung im Bachlauf des Laimbaches vorgenommen. Weiterhin gibt es eine Staustelle für den Laimbach, sowie für das Wasser von der Zisterne unter dem Parkplatz in der Dorfmitte. Ebenso kann dieses Wasser an der Staustelle im Grund (vor dem Gerätehaus) gestaut werden. Alle Oberflurhydranten (7 Stück) wurden im Zuge der Kanalisation Anfang der 60-er Jahre bis auf einen entfernt. Der letzte (jedoch außer Betrieb) steht vor dem Haus Krombach im Pfingstbornweg.

Vor 1960 konnte der Laimbach zur Brandbekämpfung noch an der Dickwurzwäsche (heute Parkplatz Dorfmitte) gestaut werden.

Um die Löschwasserversorgung zu verbessern, entschloß sich die Laimbacher Feuerwehr, im Jahre 1983 den alten Löschteich in Eigenhilfe auszubauen und gleichzeitig als Fischteich zu nutzen (betoniert wurde er am 18. November 1983).

Das Wasser des neuen Löschteiches gab vielen Fischen einen neuen Lebensraum und wurde zur Brandbekämpfung zum Glück der Laimbacher Bevölkerung bisher noch nicht benötigt.

In den nächsten Jahren (bis zum April 1988) wurde es etwas ruhiger im aktiven Dienst der Laimbacher Feuerwehr.

In der Generalversammlung am 09. April 1988 trat der alte Vorstand teilweise aus Altersgründen zurück und legte die Verantwortung der Laimbacher Feuerwehr in jüngere Hände.

In den neuen Vorstand wurden für die nächsten fünf Jahre gewählt:

Wehrführer und 1.Vorsitzender: Rainer Schnabel - stellv.Wehrführer: Günter Fleck - Kassierer: Gerd Füllhas

Schriftführer: Norbert Pöller - Beisitzer: Dieter Nehl, Gustav Heinzeroth

Der alte Wehrführer Walter Zuth und Schriftführer Reinhold Schuler apellierten an den neuen Vorstand:

"Macht die Feuerwehr wieder zu dem, was sie einmal war." Dieser Verantwortung stellte sich der neue Vorstand.

Für die Neuorganisation der Feuerwehr hatte der neue Wehrführer Rainer Schnabel klare Vorstellungen. Diese wurden wie folgt defniert:

· das Haupt der Feuerwehr ist die Alters- und Ehrenabteilung,

· das Herz ist die Einsatzgruppe,

· die Jugendfeuerwehr, aus der die Einsatzgruppe ihren Nachwuchs und Bestand sichert,

· die Frauenfeuerwehr, die tagsüber mit der Alters- und Ehrenabteilung einsatzbereit ist, wenn sich die Mitglieder der Einsatzgruppe an ihrer Arbeitsstelle befinden.

Für die Aufstellung dieser Gruppen gab er dem neuen Vorstand 5 Jahre lang Zeit.

In der Generalversammlung wurde sofort die erste Übung für die Einsatzgruppe am 09. Mai 1988 festgelegt. Zu dieser ersten Übung erschienen 15 Feuerwehrmänner und 1 Feuerwehrfrau. Mit dieser Mannschaft begann eine neue aktive Zeit in der Laimbacher Feuerwehr.

Am 31. Juli 1988 wurde der ehemalige Wehrführer Walter Zuth 60 Jahre alt. Der neue Vorstand überbrachte ihm ein Präsent und ernannte ihn mit einer Ehrenurkunde zum "Ehrenwehrführer".

Im gleichen Jahr (am 15. Juli 1988) wurde in der Vorstandssitzung die Gründung der Jugendfeuerwehr Laimbach beschlossen. Zum Jugendfeuerwehrwart wurde Schriftführer Norbert Pöller ernannt. 10 Jungen und 9 Mädchen traten in die Jugendfeuerwehr ein.

Ein Jahr später ging diese neu gegründete Jugendfeuerwehr vom 24. - 28. Mai 1989 bereits ins Kreisjugendfeuerwehrzeltlager nach Waldhausen.

Für dieses Zeltlager mußte der Wehrführer mit viel Mühe und Überredungskunst, je ein Zelt bei der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde in Weilburg ausleihen. Aus diesem Grunde beschloß der Vorstand zwei eigene Zelte (4.75 m x 5m) anzuschaffen.

Die Einweihung der neuen Zelte wurde am Pfingstsonntag, den 03. Juni 1990 vom Bürgermeister der Großgemeinde Weilmünster Klaus Pfeiffer feierlich (mit Kübelspritze) vorgenommen. Anschließend war ein kleines Rahmenprogramm, bei dem die Einsatzgruppe und die Jugendfeuerwehr eine Schauübung nach der Feuerwehrdienstvorschift (FwDV 4) zeigten. Die Feuerwehrkameraden aus Weilmünster führten ihre neue Drehleiter an der Volkshalle mit Menschenrettung vor. Anschließend wurde die Einweihung der Zelte bei gutem Speis und Trank gebührend gefeiert.

Jugendfeuerwehr und Einsatzgruppe 1992

zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses

FFW 1992

Jugendfeuerwehr (links): hinten v.l.n.r. : Patrick Schnabel, Dennis Schnabel, Simone Blaschke, Diana Schuler, Julia Blaschke, Tajana Fleck, Tina Krombach - davor v.l.n.r.: Sonja Schuler, André Füllhas, Andreas Arkularius, Marco Euler, Sabri-na Euler, Björn Fleck, Carina Müller, Sven Buchal,

Einsatzgruppe - v.l.n.r.: Wolfgang Schuler, Jens Müller, Bernhard Seewald, Gerd Füllhas, Norbert Pöller, Friedhelm Euler, Erharth Müller, Markus Förster, Andreas Schuler, Kurt Kaletta, Klaus Graubner, Matthias Heil, Günter Fleck und Wehr-führer Rainer Schnabel

Am Sonntag den 26. April 1992 wurde der Großgemeinde Feuerwehrtag mit der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Großgemeinde Weilmünster erstmals in Laimbach abgehalten. Nach einer vorangegangenen Schau- und Angriffsübung, an der sich mehrere Wehren beteiligten, trafen sich anschließend 161 Mitglieder der Einsatzabteilungen aus allen 12 Ortsteilen in der Volkshalle zur ordentlichen Jahreshauptversammlung. In einer Kampfabstimmung wurde Hans-Hermann Scherber als Ortsbrandmeister der Großgemeinde Weilmünster gegen seinen Gegenkandidaten Peter Schwarz wiedergewählt.

Bei den anstehenden Ehrungen wurden von der Frw. Feuerwehr Laimbach für 40-jährige Mitgliedschaft Rudolf Bartschat und Heinz Karch geehrt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden:  Manfred Zuth, Erhard Seewald, Bernhard Seewald, Wilfried Rink, Helmut Krombach und Rolf Jülg geehrt.

Durch die Gründung der Jugendfeuerwehr, sowie durch die vielen Aktivitäten der Einsatzgruppe hat sich die Feuerwehr Laimbach das Vertrauen und die Anerkennung der Großgemeinde Weilmünster erworben und dadurch verdientermaßen eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 für 17.000 DM erhalten. Sie wurde am 12. August 1991 am alten Gerätehaus in Weilmünster von Ortsbrandmeister Hans-Hermann Scherber übergeben.

Da der alte Geräteraum in der Volkshalle inzwischen viel zu klein war, wurde der Wunsch der Wehr nach einem neuen Feuerwehrgerätehaus von der Großgemeinde Weilmünster erfüllt. Es wurde daraufhin ein neues Gerätehaus für 135.000 DM gebaut. (Zuschuß vom Land Hessen 50.000 DM). Die Frw. Feuerwehr Laimbach erbrachte hierfür über 250 Stunden Eigenleistung. Die Einweihungsfeier fand am 06. September 1992 statt.

In Anwesenheit von vielen Gästen, darunter die Vertreter der Gemeindekörperschaften, Kreisbrandinspektor Herbert Muth, Ortsbrandmeister Hans-Hermann Scherber und Ortsvorsteher und Ehrenwehrführer Walter Zuth, übergab Bürgermeister Klaus Pfeiffer das Gerätehaus seiner Bestimmung. Im Anschluß daran übergab er den Gerätehausschlüssel an Ortsbrandmeister Scherber, der ihn wiederum an Wehrführer Rainer Schnabel weiter gab. Der Wehrführer bezeichnete in seiner Rede diesen bedeutenden Tag, als einer der schönsten in der Geschichte der Laimbacher Feuerwehr. Der Übergabe vorausgegangen war eine Großübung der Feuerwehren der Großgemeinde. 11 Feuerwehren übten die Löschwasserversorgung über lange Strecken, von der Weil bis zum Waldhof Zuth. Da bei der morgendlichen Übung 120 m Höhenunterschied überwunden und 2000 m Schlauchleitungen verlegt werden mußten, gab es ein paar Probleme. Es wurde deshalb beschlossen, diese Übung zum 60-jährigen Jubiläum der Laimbacher Feuerwehr zu wiederholen.Ein weiterer Freudentag für die Laimbacher Feuerwehr war der 26. März 1994, als am neuen Gerätehaus ebenfalls von Bürgermeister Klaus Pfeiffer je ein neues Löschfahrzeug (TSF) Mercedes TL 308 (80 PS) an die Einsatzgruppen von Laimbach und Langenbach übergeben wurde. Die alten Fahrzeuge von Laimbach und Langenbach gingen nach Thüringen und Brandenburg, wo erheblicher Nachholbedarf bestand. Wehrführer Rainer Schnabel bedankte sich in seiner Ansprache bei Bürgermeister Pfeiffer, den Gemeindegremien, sowie beim Ortsbrandmeister für die Beschaffung des Fahrzeuges. Die Feuerwehr Laimbach ist jetzt komplett ausgerüstet, betonte er. Wir haben ein neues Gerätehaus, eine neue Tragkraftspritze und jetzt auch noch ein neues Löschfahrzeug (TSF). Diese Anschaffungen seien Anerkennung der Gemeinde für die aktive Laimbacher Feuerwehr, aber auch Verpflichtung so aktiv weiterzumachen.

In der Generalversammlung am 27. März 1993 wurde beschlossen, daß die Frw. Feuerwehr Laimbach beim Amtsgericht ein eingetragener Feuerwehrverein mit eigener Satzung und dem Ziel der Gemeinnützigkeit werden soll.

Bei den nachfolgenden Vorstandswahlen wurde Klaus Graubner zum Schriftführer gewählt ( er hatte das Amt inofiziell von Norbert Pöller 1992 übernommen). Außerdem schied Gustav Heinzeroth als Beisitzer aus, an seiner Stelle wurde Bernhard Seewald neu gewählt.

Am 8. und 9. Oktober 1994 feierte die Freiwillige Feuerwehr Laimbach e.V. ihr "60-jähriges Bestehen" in der Volkshalle. Es begann am Samstag mit einem kleinen Festkommers. In Vertretung des Landrates hob der Beigeordnete Karl-Heinz Stoll in seinen Grußworten besonders die hohe Zahl an aktiven Kräften, bezogen auf die Einwohnerzahl von Laimbach hervor. 48 Aktive (Einsatzgruppe, Jugendfeuerwehr und Alters- und Ehrenabteilung) auf nur 300 Einwohner, das ist (K-H. Stoll wörtlich) eine stolze Zahl, die ihres Gleichen im Kreis Limburg Weilburg suchen muß. Der Gesangverein Liederglocke trug anschließend zwei Lieder vor.

Im Anschluß daran wurden zahlreiche Ehrungen durchgeführt.

Für 25 Jahre aktive Dienstzeit wurde Kurt Kaletta mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" geehrt, für 25 Jahre teilweise aktive und passive Mitgliedschaft wurden Norbert Blaschke und Gerhard Umi-lenski geehrt.

Für über 40 Jahre Mitgliedschaft wurden mit einer Urkunde (mit jeweiliger Jahreszahl der Mitgliedschaft) vom Feuerwehrverein geehrt:

Rudolf Bartschat, Erich Heil, Kurt Heil, Eberhard Jaeger, Heinz Karch, Heinz Klees, Paul Lang, Robert Lehwalder, Peter Nagy, Lothar Nickel, Albert Oberding, Franz Pöller, Erwin Rink, Erwin Rosenauer, Herbert Schubert, Reinhold Schuler, Erich Seewald, Herbert Umilenski und Walter Zuth.

Nach den Ehrungen kam ein Höhepunkt des Abends. Wehrführer Rainer Schnabel führte mit der an diesem Abend neu gegründeten Frauenfeuerwehr einen Feuerwehrsketch auf, der den Dienst der Feuerwehr nach der Dienstvorschrift FwDV4 auf lustige Weise darstellte und bei dem kein Auge trocken blieb. Somit hatte die Freiwillige Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt stolze 60 aktive Mitglieder und dies zu ihrem 60-jährigen Jubiläum. Am nächsten Morgen ging es um 9.30 Uhr schon wieder weiter mit einem Übungsalarm für alle Wehren der Großgemeinde Weilmünster. In dieser Großübung wiederholten die Wehren, wie bei der Einweihung vom Gerätehaus beschlossen, die Löschwasserförderung von der Weil bis zum Waldhof Zuth. Auch hier mußten wieder 120 m Höhenunterschied überwunden und 2000 m Schlauchleitung verlegt werden. Diese Übung verlief zur vollen Zufriedenheit von Kreisbrandinspektor Muth und war ein voller Erfolg. In 20 Minuten waren die Schlauchleitungen verlegt und der Brand gelöscht. Der Höhepunkt des Morgens war bei den Aktiven der Großgemeinde wieder der Feuerwehrsketch, das Feuerwehrballett und der Auftritt der Schoppesänger, die für so eine gute Stimmung sorgten, daß viele Feuerwehrkameraden der Großgemeinde bis zum späten Sonntagnachmittag in der Laimbacher Volkshalle blieben.

1996 war das Jahr der meisten Übungen und Alarmübungen (insgesamt 23). Zusätzlich wurden diverse auswärtige Veranstaltungen besucht.

1997 wurde ein Ausflug der aktiven Einsatzgruppe in den Rheingau nach Kiedrich durchgeführt, sowie 17 Übungen abgehalten.

Der Großgemeindefeuerwehrtag der Großgemeinde Weilmünster fand am 18. und 19. April 1998 zum zweiten Mal in Laimbach statt. Es begann am Samstag den 18. April um 15 Uhr mit der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren der Großgemeinde und ging über um 20.00 Uhr mit der Jahres-hauptversammlung der Feuerwehren der Großgemeinde Weilmünster. In dieser Jahreshauptversammlung wurde Friedhelm Zuth für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" ausgezeichnet. Eine äußerst seltene Ehrung erhielten für 50 Jahre Mitgliedschaft: Erich Seewald, Erich Heil, Kurt Heil, Lothar Nickel, Albert Oberding, Herbert Umilenski, Reinhold Schuler und Erwin Rink. Der Sonntag stand ganz im Zeichen von den Wettkämpfen und Spielen der Jugendfeuerwehren und Einsatzgruppen, die jedoch buchstäblich ins Wasser fielen. Sie mußten wegen stark anhaltendem Regen abgebrochen werden. Dies hatte aber zur Folge, daß die Volkshalle bis zum letzten Platz gefüllt war und somit einen hervorragenden Umsatz an Speis und Trank mit sich zog, sehr zur Freude der Laimbacher Brandschützer.

Ehrungen von Laimbacher Feuerwehrkameraden, die nicht auf den Großgemeinde Feuerwehrtagen in Laimbach bzw. auf unserem 60-jährigen Jubiläum vorgenommen wurden:

1974 beim Feuerwehrfest in Odersbach: Für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" Rudolf Bartschat, Erich Heil, Kurt Heil, Heinz Klees, Peter Nagy, Lothar Nickel, Albert Oberding, Franz Pöller, Erwin Rink, Reinhold Schuler, Erich Seewald und Herbert Umilenski und zusätzlich Herbert Schubert für 25 Jahre Mitgliedschaft.

1978 Für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" Walter Füllhas und Franz Pöller.

1981 Helmut Schuler für 25 - jährige aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande"

28. April 1991 beim Großgemeinde Feuerwehrtag in Langenbach: Für 25-jährige Mitgliedschaft: Gerd Klonek und für 40-jährige Mitgliedschaft: Eberhard Jaeger, Heinz Klees, Franz Pöller, Erwin Rosenauer, Herbert Schubert und Walter Zuth.

09. Juli 1994 beim 60-jährigen Feuerwehrfest in Rohnstadt: Für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" Gerd Füllhas und Wolfgang Schuler.

04. Juni 1995 beim Großgemeinde FW-Tag in Aulenhausen: Für 25-jährige aktive Dienstzeit das "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Band" Günter Fleck.

07. März 1997 bei der Generalversammlung der Feuerwehr Laimbach Auszeichnungen für 25-jährige Mitgliedschaft an Rainer von Trapp und für 40-jährige Mitgliedschaft an Helmut Schuler.

11. Dezember 1999 im Rahmen der Weihnachtsfeier des Vereinsringes Laimbach: Für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem "Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande" Norbert Pöller und für 50-jährige Mitgliedschaft Peter Nagy und Heinz Klees.

Die Frauenfeuerwehr feierte ebenfalls ihren Jahresabschluß in gebührendem Rahmen. Unter anderem besuchten sie bereits 1997 die Grube Fortuna mit großer Führung. Das heißt, wo die normale Führung aufhört, geht es erst richtig los. Über senkrechte Leitern und teilweise auf Händen und Füßen ging es bis tief in die Grube hinein. Es war ein echtes Abenteuer. Der Höhepunkt des Jahresabschlusses 1998 war der Besuch des Musicals Starlight Express in Bochum.

Die Jugendfeuerwehr blickt inzwischen auf ihr 11. Zeltlager zurück.

Leider gibt es aber nicht nur Sonnenschein. Die Schattenseite zeigt, daß das, was feuerwehrtechnisch gelernt und geübt wurde, leider schon sehr oft eingesetzt werden mußte.

So mußte die Freiwillige Feuerwehr Laimbach im Laufe der Jahre zu folgenden Einsätzen ausrükken ( vor 1963 sind keine Daten vorhanden):

1963 Waldbrand - ErnsthäuserWald (Grenzweg) - Ursache: Verbrennen von leeren Dünger-Papiersäcken

01.05.1964 Scheunenbrand in der Bergstraße (heute Pfingstbornweg) - Ursache: unbekannt

17.04.1984 Brand Wiese und Waldhang am Bornberg - Ursache: abflämmen eines Wiesenhanges

21.10.1986 Heu- und Strohbrand in der Scheune vom Reginenhof - Ursache: Selbstentzündung

16.02.1989 Bauholzbrand auf Kippfahrzeug im Steinbruch der Fa. Schäfer - Ursache: Selbstentzündung durch abgeschweißte Bleche

20.03.1989 Brand Feuchtbiotop beim Friedhof - Ursache: unbekannt

29.02.1992 Fahrzeugbrand ( VW-Bus ) im Friedhofsweg - Ursache: Motorbrand

24.07.1994 Brand einer Wiese im Marzental - Ursache: nicht gelöschtes Grillfeuer

29.06.1997 Brand in Garage "Auf der Au" -Ursache: Unbekannt

22.08.1997 Brand Gartenhütte "Auf der Au." Das Feuer griff auf einen Carport über. Gartenhütte, Carport und ein abgestellter PKW verbrannten. - Ursache: Brandstiftung

04.09.1998 Brand an Geräteunterstand mit Ziegenstall am Friedhof. - 3 Ziegen tot, Unterstand total zerstört  Ursache: Brandstiftung

07.05.1999 Brand einer Feldscheune mit Stall über dem Rainsadel. - 5 Kühe und 2 Rinder tot, Feldscheune und Maschinenpark total zerstört. - Ursache: Brandstiftung

16.06.1999 Kleinbrand einer Wiese "Auf dem Esel" - Ursache: unbekannt

 

Die aufgeführten Brände zeigen, wie wichtig es ist, eine einsatzfähige "Freiwillige Feuerwehr" zu haben, die jederzeit bereit ist, Hab und Gut, Mensch und Tier zu retten, nach dem Grundsatz: retten, löschen, bergen, schützen. An dieser Stelle ist es einmal Zeit, all den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden Dank zu sagen, die bereit sind, ihre persönlichen Wünsche und Belange zurückzustellen, früh am Sonntag aufzustehen und zur Feuerwehrübung zu gehen, um Allzeit für einen Einsatz bereit zu sein.

 Getreu nach dem Motto : "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."